Kassenfinanzierte Psychotherapieverfahren im Überblick
Im Folgenden sehen Sie einen Überblick über die, von den Krankenkassen in Deutschland finanzierten Psychotherapieverfahren. Ich selbst arbeite mit tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie und beziehe kunsttherapeutische Elemente mit ein.
Psychoanalyse
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Verhaltenstherapie
Dauer
160-240 Stunden 2-3 Jahre
Langzeittherapie: 50-80 Stunden 1-2 Jahre
Kurzzeittherapie (z.B. als Krisenintervention) 10-30 Stunden wenige Monate
40-60 Stunden ca. 1 Jahr
Häufigkeit
2-4mal/Woche
1mal/Woche
1mal/Woche
Sitzung
Im Liegen
Im Gegenübersitzen
Im Gegenübersitzen
Zentraler Ansatz
Bewusstwerden verdrängter Emotionen und Bedürfnisse, Rekonstruktion der Kindheit, emotionale Nachreifung in der Beziehung zum Therapeuten
Modifikation des psychoanalytischen Ansatzes durch Fokussierung auf den aktuellen Hauptkonflikt und eine aktivere Rolle des Therapeuten (Feedback oder Unterstützung bei der Erarbeitung von Lösungen)
Wesentlich ist möglichst rasche Symptombesserung durch Erlernen neuer Verhaltensweisen und Einübung neuer Denkmuster. Einsicht in die Ursachen und Motive ist weniger wichtig
Vorteile
Kommt Wünschen manchner Pat. nach Selbsterfahrung, nach Gehaltenwerden und emotionaler Nachreifung in der Beziehung zum Therapeuten entgegen
Schnelleres "auf den Punkt kommen" durch Konzentration auf das Wesentliche. Geeignet auch zur Krisenintervention und bei psychosomatischen Störungen
Zahlreiche wissenschaftliche Belege für eine besonders gute Wirksamkeit der Methode bei Zwangserkrankungen, Phobien, Sucht und bei chronischen Störungen
Nachteile
Hoher Zeitaufwand. Vorübergehend starke Abhängigkeit vom Therapeuten. Zur Krisenintervention weniger geeignet
Zeit reicht bei schweren Entbehrungen in der Kindheit manchmal nicht aus.
Förder weniger das Verstehen. Gelegentlich taucht statt des verschwundenen ein anderes Symptom (Problem) auf